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Alpuch Posts

Der absurde Mensch – eine Lebenspraxis?

Der absurde Mensch, das ist nicht Til Schweiger, obwohl es für mich persönlich nichts Absurderes gibt als das Wesen, den Menschen Til Schwieger. Ich meine, wie muss es sich anfühlen, Til Schweiger zu sein? Wie würde man ein „beeing Til Schweiger“ erleben? Als eine von außen vermutete totale Dumpfheit, in einem tonalen Meer, tiefen, männlichen Grunzens? Oder offenbarte sich im schweigerschen Bewusstsein eine ungeahnte Komplexität, vielleicht gar ein ganzes Universum? Im nachfolgen Denkversuch[1] geht es nicht um Til Schweiger. Es soll sich um Albert Camus‘ absurden Menschen handeln, um einen Versuch, diesen greifbar zu machen, sich diesen greifbar zu denken…

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Familien am Klavier

Familien sieht man wirklich überall das ist ein Massenphänomen wie sie pöbelnd um die Häuser ziehen Familien gehen nie die Gesprächsthemen aus denn auf jedem noch so kleinen Treffen können sie über die Dysfunktionalität anderer Familien sprechen Familien machen alles zusammen Alternativlos seit 2000 Jahren an Küchentischen und unter Nordmanntannen 2000 Jahre lang, gemeinsam in den Urlaub fahren uff, darauf freu ich mich Familie eine intensive Erfahrung von der Wiege bis später zur Aufbahrung Familie ein Erfolgsrezept Kinder kommt nach Hause heut gibt es Schweinemett -> Lecker Familien machen alles zusammen Alternativlos seit 2000 Jahren an Küchentischen und unter Nordmanntannen…

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Das zentrale Gut der deutschen Kultur

Fragt man den Deutschen ob seine Kultur jenseits von Sprache identifizierbar ist verweist bspw. der Eichsfelder darauf, dass man nur deutscher ist, wenn man Kälberblase frisst. Deutsche Kultur wird banaler, je konkreter sie wird wer sich an ihr aufhängt wird GröFaz oder Wirt oder auch gar nichts oder er kommt vors Nationalgericht Sauerkrautsuppe mit Eierstich Lieber Deutscher die Lösung ist so nah du hast ein immenses Kulturgut übersehn, wirklich wahr Es ist die Antwort auf jedwede Frage der Grund für des deutschen schönste Tage Jeder kennt sie. Sie bedarf keiner Erklärung. Jeder vergöttert sie. Noch weit mehr als irgendeine Religion.…

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Chemnitz und die Folgen(-losigkeit)

Seit der Stunde null in Chemnitz, seitdem der Rechtsradikalismus in Deutschland seine hässliche Fratze, seine nackten noch hässlicheren Ärsche und Tötungsabsichten gezeigt, seine Parolen gegrölt und Fahnen geschwenkt hat, ist es relativ ruhig geworden. Zumindest um das, was als Fanal in Chemnitz sichtbar wurde, nämlich, dass es in unserer Gesellschaft alltäglich geworden ist, dass sogenannte besorgte Bürger mit Rechtsradikalen auf die Straße gehen. Eine unheilvolle Verbrüderung, von der man eigentlich schon länger wusste. Die ganzen Pegidas und Legidas und Werweißnochgidas haben ihn doch bereits deutlich gezeigt, den Verfall demokratischer Kultur. Oder vielleicht eher noch: Deren deutliches Fehlen, all die vergangenen…

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Die Verrohung der Gesellschaft

Heutzutage behaupten ja viele (unter anderem auch Heiko Maas), dass eine zunehmende Verrohung der Gesellschaft stattfinde, deutlich sichtbar etwa an schludrig durchgehetzten Hasskommentaren auf Facebook, Instabinsta, Twiddi und Doddel oder an anderen Erregungsbotschaften, geschlonzt in andere virtuelle Tagebücher, nach dem Motto: Das kommt mir nicht zupass, also kriegste Hass (du Bitch!).  Auffällig sei dabei eine umfassende Impulskontrollschwäche, wodurch selbst die kleinste Nichtigkeit das Potential habe, ein kinskieskes Hassfeuerwerk zu entfachen, das dann jedoch selten in kinskiesk genialer Eloquenz abgefeuert werde, sondern in Form als auch Inhalt eher bildliche Assoziationen an halbverdaute Breispeisen hervorrufe, die unter höchster Anstrengung die Speiseröhre hinaufgewürgt…

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Argumentationshilfen für die nächste Facebook-Diskussion

Aber Sie kennen sich aus, oder wie? So ein Quatsch! Nazi! Linksfaschist! George Soros bezahlt dich! Martin Schulz sorgt bei dir auch gleich für Gerechtigkeit! Schweig! (Klassiker) Das Social-media-Ding von Google is viel besser. ahrmes teuschlant! Auf Twitter hab ich 1351 Follower. Jetzt beruhig dich mal, nimm die Finger von der Tastatur, lass dir ne schöne Badewanne ein, setz dir einen Kamillentee auf, buch ein Wochenende Wellness im Spreewald, geh mit deinem Hund um den Block, atme einfach einmal tief durch, leg dir Entspannungsmusik auf und dann fick dich, du Scheißidiot, mit deiner Scheißmeinung, deinem Scheißgesicht, deinen Scheißfreunden, du Haufen…

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Drei wahllose Gedankengänge an einem Montagnachmittag

-1- Eigentlich könnte ein Smartphone ein tolles Werkzeug sein. Also abgesehen von dem ganzen Social-Media-Geschmodder, das ja hauptsächlich gar nicht so social ist, da man die virtuelle Spiegelfläche an „Freunden“ dafür verwendet, sich genüsslich selbst zu bestaunen, im die Seele so schön kühlenden Feedbackregen unzähliger, nach oben zeigender Daumen: Wie schön man doch ist? War man schon immer so schön? So weltgewandt? So bedeutend? Eigentlich nicht. Abgesehen davon sind soziale Medien aber bspw. nicht schlecht um Urlaubsbilder an Muttern zuschicken und im Gegenzug dafür kitschige „Ich-hab-an-dich-gedacht-Videos“ zu erhalten. Und abgesehen davon könnte – wie erwähnt – ein Smartphone ein tolles…

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Miniaturen des Abschieds: Die Welt zu dicht

Taubenschläge in den Mägen Stille in den Dachstuhlschrägen gefrorenes Licht Fühle undurchdringlich, mich Dann setzt das Leben aus Und später die Nächte wachen nicht mehr auf. Hörbar ist nur Flimmern Und mit Wüstendünenblicken in atonalen Zimmern stürzen Wahr und Falsch zusammen Ein letztes Weltenflammen, vereint, geküsst, vermisst ein leerer Platz am Tisch wo du nur bist? Und dann nichts als Wanken, Wanken, Wanken In einer Welt mit Bärenpranken Mit Dichte, Kälte, Regen Und den tiefsten Magenschlägen Davon erholt man sich nicht, so schnell, es ist unmöglich Die Welt zu eng, zu dicht.

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Augenklavier: Dazwischen/Funken

Da gibt es ein Gefühl am Schmelzpunkt, wo nur oszillierende Umfassung ist, im purpurnen Krakenwesen, das gleich hinter der Stirn, sich quer über den Frontallappen ein gesponnen hat. // bin das ICH? Die tieferen Ebenen durch wandernd, wallt und kriecht dieses, Schlangen – gleich – durch alles, was es gibt, alles was es vorgibt, Welt zu sein und dabei genauso irrt wie es treffend beschreibt. Ein Diaprojektor, die Verwaltung von Bildern und solchen, die es noch werden wollen. Ineinander, übereinander, un- und ab- und auf- und querverweislich, im Gesamt[pulk] pulsierend, explizierend, verschweigend. Ein Entstehen und Zer fall en nimmersatt, nimmerstop,…

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Zwei Fragen

Was ist Solidarität? Warum gelingt es vielen Menschen in Deutschland nicht, sich mit geflüchteten Menschen zu solidarisieren? Zwei schwierige Frage und wahrscheinlich wird dieser Text keine Antwort finden. Was man allerdings heutzutage tun kann, wenn man eine schwierige Frage zu beantworten hat, ist, Online zu gehen. Etwa auf Instagramm, auf Facebook, auf Snapchat, oder auf Schnapsat oder Google (ob sich das durchsetzen wird, weiß ich nicht). Oder eben auf Wikipedia. Dort steht allgemein unter dem Begriff Solidarität formuliert (etwas sperrig): „Solidarität bezeichnet eine, zumeist in einem ethisch-politischen Zusammenhang benannte Haltung der Verbundenheit mit – und Unterstützung von – Ideen, Aktivitäten…

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