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Monat: Juni 2017

Drei wahllose Gedankengänge an einem Montagnachmittag

-1- Eigentlich könnte ein Smartphone ein tolles Werkzeug sein. Also abgesehen von dem ganzen Social-Media-Geschmodder, das ja hauptsächlich gar nicht so social ist, da man die virtuelle Spiegelfläche an „Freunden“ dafür verwendet, sich genüsslich selbst zu bestaunen, im die Seele so schön kühlenden Feedbackregen unzähliger, nach oben zeigender Daumen: Wie schön man doch ist? War man schon immer so schön? So weltgewandt? So bedeutend? Eigentlich nicht. Abgesehen davon sind soziale Medien aber bspw. nicht schlecht um Urlaubsbilder an Muttern zuschicken und im Gegenzug dafür kitschige „Ich-hab-an-dich-gedacht-Videos“ zu erhalten. Und abgesehen davon könnte – wie erwähnt – ein Smartphone ein tolles Werkzeug sein, bspw. im Ausland zur Übersetzung. Da man aber technisch noch nicht, dafür aber in Sachen Turbokapitalismus sehr wohl…

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Miniaturen des Abschieds: Die Welt zu dicht

Taubenschläge in den Mägen Stille in den Dachstuhlschrägen gefrorenes Licht Fühle undurchdringlich, mich Dann setzt das Leben aus Und später die Nächte wachen nicht mehr auf. Hörbar ist nur Flimmern Und mit Wüstendünenblicken in atonalen Zimmern stürzen Wahr und Falsch zusammen Ein letztes Weltenflammen, vereint, geküsst, vermisst ein leerer Platz am Tisch wo du nur bist? Und dann nichts als Wanken, Wanken, Wanken In einer Welt mit Bärenpranken Mit Dichte, Kälte, Regen Und den tiefsten Magenschlägen Davon erholt man sich nicht, so schnell, es ist unmöglich Die Welt zu eng, zu dicht.

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Augenklavier: Dazwischen/Funken

Da gibt es ein Gefühl am Schmelzpunkt, wo nur oszillierende Umfassung ist, im purpurnen Krakenwesen, das gleich hinter der Stirn, sich quer über den Frontallappen ein gesponnen hat. // bin das ICH? Die tieferen Ebenen durch wandernd, wallt und kriecht dieses, Schlangen – gleich – durch alles, was es gibt, alles was es vorgibt, Welt zu sein und dabei genauso irrt wie es treffend beschreibt. Ein Diaprojektor, die Verwaltung von Bildern und solchen, die es noch werden wollen. Ineinander, übereinander, un- und ab- und auf- und querverweislich, im Gesamt[pulk] pulsierend, explizierend, verschweigend. Ein Entstehen und Zer fall en nimmersatt, nimmerstop, nimmerleer, bis Dinge erliegen, die dennoch in Bewegung bleiben [werden] Und dazwischen ein Gefühl am Schmelzpunkt // bin das ICH?…

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