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Autor: mosche

Wichtige Erkenntnisse über #Hamburgriot

Für alle, die ob dieser nun ja fast eine Woche lang täglichen Diskussion über Links und Rechts, über Extremismus und Extremextremismus, über Autonome und Antonyme, über Gewalt und Anti-Gewalt, über bayerische Sicherheitskonzepte im Vergleich zu hamburgerischen, über bayerische Wurstgesichter (Herrmann) im Vergleich zu hamburgerischen (Olaf Scholz), über Rummsidbumms und Tüdelü, irgendwie keinen Bock mehr haben und sich eigentlich auch nicht mehr mit diesem medialen Overkill beschäftigen wollen, noch mal die Top3-Erkenntnisse aus den letzten Tagen: Rechte Randalierer sind nach wie vor beschissener als linke Randalierer. Gewalt führt erstaunlicherweise prinzipiell zur Eskalation, egal wer das Monopol darauf hat. Die Aufstände haben, auch wenn Gewalt total böse ist und natürlich keinen Sinn macht, wahrscheinlich auch mit der Situation außerhalb Europas zu tun…

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Drei wahllose Gedankengänge an einem Montagnachmittag

-1- Eigentlich könnte ein Smartphone ein tolles Werkzeug sein. Also abgesehen von dem ganzen Social-Media-Geschmodder, das ja hauptsächlich gar nicht so social ist, da man die virtuelle Spiegelfläche an „Freunden“ dafür verwendet, sich genüsslich selbst zu bestaunen, im die Seele so schön kühlenden Feedbackregen unzähliger, nach oben zeigender Daumen: Wie schön man doch ist? War man schon immer so schön? So weltgewandt? So bedeutend? Eigentlich nicht. Abgesehen davon sind soziale Medien aber bspw. nicht schlecht um Urlaubsbilder an Muttern zuschicken und im Gegenzug dafür kitschige „Ich-hab-an-dich-gedacht-Videos“ zu erhalten. Und abgesehen davon könnte – wie erwähnt – ein Smartphone ein tolles Werkzeug sein, bspw. im Ausland zur Übersetzung. Da man aber technisch noch nicht, dafür aber in Sachen Turbokapitalismus sehr wohl…

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Miniaturen des Abschieds: Die Welt zu dicht

Taubenschläge in den Mägen Stille in den Dachstuhlschrägen gefrorenes Licht Fühle undurchdringlich, mich Dann setzt das Leben aus Und später die Nächte wachen nicht mehr auf. Hörbar ist nur Flimmern Und mit Wüstendünenblicken in atonalen Zimmern stürzen Wahr und Falsch zusammen Ein letztes Weltenflammen, vereint, geküsst, vermisst ein leerer Platz am Tisch wo du nur bist? Und dann nichts als Wanken, Wanken, Wanken In einer Welt mit Bärenpranken Mit Dichte, Kälte, Regen Und den tiefsten Magenschlägen Davon erholt man sich nicht, so schnell, es ist unmöglich Die Welt zu eng, zu dicht.

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Augenklavier: Dazwischen/Funken

Da gibt es ein Gefühl am Schmelzpunkt, wo nur oszillierende Umfassung ist, im purpurnen Krakenwesen, das gleich hinter der Stirn, sich quer über den Frontallappen ein gesponnen hat. // bin das ICH? Die tieferen Ebenen durch wandernd, wallt und kriecht dieses, Schlangen – gleich – durch alles, was es gibt, alles was es vorgibt, Welt zu sein und dabei genauso irrt wie es treffend beschreibt. Ein Diaprojektor, die Verwaltung von Bildern und solchen, die es noch werden wollen. Ineinander, übereinander, un- und ab- und auf- und querverweislich, im Gesamt[pulk] pulsierend, explizierend, verschweigend. Ein Entstehen und Zer fall en nimmersatt, nimmerstop, nimmerleer, bis Dinge erliegen, die dennoch in Bewegung bleiben [werden] Und dazwischen ein Gefühl am Schmelzpunkt // bin das ICH?…

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Zwei Fragen

Was ist Solidarität? Warum gelingt es vielen Menschen in Deutschland nicht, sich mit geflüchteten Menschen zu solidarisieren? Zwei schwierige Frage und wahrscheinlich wird dieser Text keine Antwort finden. Was man allerdings heutzutage tun kann, wenn man eine schwierige Frage zu beantworten hat, ist, Online zu gehen. Etwa auf Instagramm, auf Facebook, auf Snapchat, oder auf Schnapsat oder Google (ob sich das durchsetzen wird, weiß ich nicht). Oder eben auf Wikipedia. Dort steht allgemein unter dem Begriff Solidarität formuliert (etwas sperrig): „Solidarität bezeichnet eine, zumeist in einem ethisch-politischen Zusammenhang benannte Haltung der Verbundenheit mit – und Unterstützung von – Ideen, Aktivitäten und Zielen anderer. Sie drückt ferner den Zusammenhalt zwischen gleichgesinnten oder gleichgestellten Individuen und Gruppen und den Einsatz für gemeinsame…

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Augenklavier: Eine halbe Stunde mit Andrea Strauch

Aus dem Zyklus „Begegnungen“: „Artich, artich, Rea Tauch artich“! zitternde Hände, gegriffen nach Schultern [die meinen] zum Halten erfasst, nochmal, wie der Kreis sich schließen möchte, doch endlos bleibt. „Artich, artich, lieb, lieb, Rea artich!“ ist das Flehen[?], ist das Sehn sucht[??], ist das ein Versprechen[???] wie einsam musst du sein, wie einsam stelle ich dich mir dann doch nur vor. Wie einsam macht man dich, hat man dich gemacht. [immer und noch immer wieder] „Rea haue, Rea haue!“ deine Faust funkt in den Himmel ist Symbol für Irgendwas[?], ist eine Antwort, eine Frage, eine Nachricht[??] aus dem Nebel, ein (#)Fanal, das keines werden darf[???]. Du nicht und ich nicht, WIR fliehn ins unsichtbare Land // vertrieben // sind wir…

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Kurzklavier: Ein Anschlag in F-Moll

Eine Klavierminiatur. Ein Anschlag in F-Moll es gab keine Verletzten im Leben geht es wohl darum ein bisschen Freiheit zu besitzen Doch wie man da rankommt weiß ich nicht. Jetzt sags mir doch endlich [bitte] Meine Freiheit, ist die Freiheit des Andern auch Wann kriegt der die? Wahrscheinlich nie! Wann hört das Ganze denn endlich auf? …

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