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Kategorie: etwas Humor

Drei wahllose Gedankengänge an einem Montagnachmittag

-1- Eigentlich könnte ein Smartphone ein tolles Werkzeug sein. Also abgesehen von dem ganzen Social-Media-Geschmodder, das ja hauptsächlich gar nicht so social ist, da man die virtuelle Spiegelfläche an „Freunden“ dafür verwendet, sich genüsslich selbst zu bestaunen, im die Seele so schön kühlenden Feedbackregen unzähliger, nach oben zeigender Daumen: Wie schön man doch ist? War man schon immer so schön? So weltgewandt? So bedeutend? Eigentlich nicht. Abgesehen davon sind soziale Medien aber bspw. nicht schlecht um Urlaubsbilder an Muttern zuschicken und im Gegenzug dafür kitschige „Ich-hab-an-dich-gedacht-Videos“ zu erhalten. Und abgesehen davon könnte – wie erwähnt – ein Smartphone ein tolles Werkzeug sein, bspw. im Ausland zur Übersetzung. Da man aber technisch noch nicht, dafür aber in Sachen Turbokapitalismus sehr wohl…

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Über: Das Weltgeschehen I

Manchmal denke ich mir so, wenn ich aus dem Fenster in die majestätischen Schluchten der Rocky-Mountains blicke und an meinem Zigarrenstummel herumspeichele, dass ich eigentlich, tief drin, tiefer drin als bspw. ein Spreisel (man könnte auch Splitter dazu sagen), tiefer drin als manch jeder vaskuläre Dildo dieser Welt, tiefer drin als ein Stückchen Kartoffelgratinverbranntes in der Speiseröhre, dass ich mir so tief drin manchmal gerne einen khakifarbenen Anorak anziehen und Kinder anmotzen möchte. Nicht, dass es mir dabei allein um den Style ginge, diese lockere Mode der Selbstvergessenheit, des „unwichtig, was kommt, so wichtig wird das nicht mehr“, dieser Gewissheit, dass alles total egal ist, dieser altersmilde, gemütliche Zynismus, der sich auch gerne in Nicht- oder Protestwahlen äußert, dieses, dann…

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Über: Friends Day und abgegrabbelte Hüte

Also ich glaube es gibt nichts schöneres als einen Friends Day auf Facebook. Abgesehen davon, dass es nichts schöneres als Friends und Facebook gibt. Und am allerschönsten sind Facebook Friends, denn diese sind so angenehm unpersönlich, dass sie einen nicht stören, im modernen Selbstdarstellungsselbstgefiste. Obwohl dieses moderne Selbstdarstellungsselbstgefiste schon irgendwie genial ist, in seiner komplizierten Einfachheit, denn man braucht überhaupt nicht mehr die Anerkennung des andren, um ordentlich im Monitorlicht zu masturbieren, es genügt schon die virtuelle Anerkennung, die man sich wunderbar selbst besorgen kann, indem man dem Blödsinn tatsächlich glaubt, den man über, von und um sich herum erfindet. Win-Win also in der Unterhose. Friends Day auf Facebook jedenfalls ist etwas ganz tolles und sicherlich wird jeder dieses einmalige…

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Über: Gewinnspiele

Gewinnspiele, Gewinnspiele, dieses Wort, dieser Ausdruck! Gewinnspiele! Das ist mir aufgefallen, vor Tagen, als ich in der Zeitung blätterte und mein Augenmerk dann auf eine Chipstüte fiel, auf der Stand: Nehmen Sie teil, an unserem Gewinnspiel! Und gewinnen Sie eine Cambridge Satchel. Da ist es mir aufgefallen, zum ersten Mal in meinem Leben, das Gewinnspiel und ich fragte mich, was denn die Motivation sein könnte, an einem Gewinnspiel teilzunehmen und natürlich erhielt ich keine Antwort, aber ich dachte so: Also eigentlich ist ja der Gewinn das Ziel, der Antrieb dahinter. Aber der ist ja keineswegs sicher, der ist ja vielmehr unwahrscheinlich, der ist ja nun wirklich kaum zu kriegen. 1:10000? 1:100000? 1: 1000000? Das ist doch gering. Für mich persönlich…

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An die Stadtverwaltung

Also bitte! Viel zu große oder wahlweise auch zu breite Angestellte in viel zu kleine und damit auch zu enge Kehrmaschinen* zu zwängen – gehts noch? Der Gag ist doch uralt! Den hat ja Bud Spencer in den achtzigern schon geklaut! Wenn das ihre Vorstellung von moderner Unterhaltung sein soll, na dann können Sie auch gleich Gags für Michael Herbig schreiben. So eine Niveaulosigkeit, unglaublich! Ein Wutbürger *Orangefarbenes Bauhof-Fahrzeug mit wirbelnden Besen an der Frontseite. Breite: 45cm.

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Stimmen zu Julia Engelmann

Miley Cyrus: Ich frage mich, wieso eine Generation, die den Imperativ beruflich alles tun und können zu müssen anscheinend klaglos angenommen hat, denn nun auch noch im Privatleben alles tun und können will? Kapier ich nicht! Lalala, Wreckingball… Josef Wagner: Hallo Julia Engelmann, du bist jung und schön und stark, das Sprachrohr einer Generation. Mut ist nur das Anagramm von Glück schreibst du. Und damit schreibst du Mut direkt in unsere Herzen hinein. Unser Land braucht mehr mutige, stolze, junge, deutsche Mädchen wie dich, mit deiner Alabasterhaut, in die ich meine altersgilben Zähne gerne…lechz…fasel…fasel…lechz. Helmut Schmidt: Mädel, quatsch nich, mach! *Paff* John Keating: Carpe was? YOLO, Alter! YOLO! Karl Marx: YOLO, das ist Leben, das ist Ausleben, das ist Erleben,…

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Promiskuität

Betrachte meine Schenkel Sie sind ganz klamm und kräftig Lust auf ein wenig Geplänkel? schnell und saftig heftig? Schick mir deine Vorhut, ich lasse sie herein du bist heut der erste, der erste von zweien. Vergnüglich mach ichs dir mit meinem Gartenschlauch ich gieße da, ich gieße hier die Primeln gieß ich auch. Bist interessiert an Besamung? Ich: Der Gärtner der Wahl, alle Beete erbeten meinen Gartenkrallenstahl Klamme Schenkel gibt es viele von der Masse her sie lecken sich in Dielen lassziv, im Atmen schwer sie lutschen an Stilettos sie beißen in Gewebe sie arbeiten mit Dildos teilweise in der Schwebe Auch Bengel gibt es viele die rammeln wie die Tiger mit der Potenz der Jugend dröhnend, wie die Düsenflieger…

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Ein gutes Gedicht…

ist nett zu lesen oder gar sehr hat mindestens zehn Buchstaben wahrscheinlich mehr das Wort “gar” tritt öfter auf gar die meiste Zeit halbgar kommt gar gar nicht vor die Idee ist gut…-> Am tollsten ist es fürs Gedicht das Thema bleibt im Hintergrund und man eiert und man eiert und man eiert und man eiert und man eiert und man eiert und man eiert und man eiert und man eiert und man eiert eiert eiert eiert drum herum um dann zu sagen: Paff, piff, puff! oder: Salamander, Salamander, Wuff! oder: Nichts! oder: Goethe ist mein Held! oder: Gewichst ist gewichst! Hauptsache der Schlussvers sitzt. Ein guter Plan dagegen – jetzt mal ehrlich – ist es groß zu schreiben was…

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