Zum Inhalt

Kategorie: etwas Humor

Die Verrohung der Gesellschaft

Heutzutage behaupten ja viele (unter anderem auch Heiko Maas), dass eine zunehmende Verrohung der Gesellschaft stattfinde, deutlich sichtbar etwa an schludrig durchgehetzten Hasskommentaren auf Facebook, Instabinsta, Twiddi und Doddel oder an anderen Erregungsbotschaften, geschlonzt in andere virtuelle Tagebücher, nach dem Motto: Das kommt mir nicht zupass, also kriegste Hass (du Bitch!).  Auffällig sei dabei eine umfassende Impulskontrollschwäche, wodurch selbst die kleinste Nichtigkeit das Potential habe, ein kinskieskes Hassfeuerwerk zu entfachen, das dann jedoch selten in kinskiesk genialer Eloquenz abgefeuert werde, sondern in Form als auch Inhalt eher bildliche Assoziationen an halbverdaute Breispeisen hervorrufe, die unter höchster Anstrengung die Speiseröhre hinaufgewürgt werden. Schade.

Erst wollte ich – Gutmensch, der ich bin – nicht so richtig an diese immense Hasserei heutzutage glauben und dachte mir eher (vor allem als es Heiko Maas formulierte): Ach komm, ach, ach geh! Bis ich diese Verrohung am eigenen Leib erfahren musste. Nämlich: die letzten vier Male, als ich mit meinem PKW großzügiger und vorausschauender Weise an sogenannten Fahrbahnverengungen (und anderen Engstellen) den Weg für den sogenannten Gegenverkehr frei gemacht, mich also devot an den Fahrbahnrand gekauert und dabei fast meinen massigen Fahrzeugunterboden (und den andern natürlich auch) aufgeschrammelt hatte und auf die obligatorische Gegenleistung wartete (einen halbnett gemeinten Kurzgruß mit der flachen Hand 1), jedoch nichts anderes erhielt als kaltes, kotzbackiges, mich komplett ignorierendes Vorbeiglotzen. Da wusste ich, mit der Zivilisiertheit dieser Gesellschaft ist es vorbei, wenn solche auf halblinks aufgeblasenen Fredchenfressen; abgelutschten, in Hundekot gespuckten Salbeibonbons; vor Ekelhaftigkeit aus allen Löchern defäzierenden Fäkalapparate; bis oben hin vollgeschissenen Regentonnen; latent rechtsradikalen, durchschnittsdeutschen, vollgewichsten Gummihühner; VW-fahrenden, analdildobepfropften Dieselgateverlierer; potentiellen Alice-Weidel-Begatterinnen (nein schlimmer noch: -liebhaberinnen); eigentlich nach Eichsfeld zu entsorgenden Müllkübelgesichter; Radio-Sachsen-Anahlt-Hörer, solche dehumanisierten, von der Evolution ausgerotzten, Zellhaufen auf den Straßen unterwegs sind! Armes Deutschland. Nichts als Hass, wohin man sieht!

  1. Anm. d. Verf. kein Hitlergruß!
Leave a Comment

Argumentationshilfen für die nächste Facebook-Diskussion

  • Aber Sie kennen sich aus, oder wie?
  • So ein Quatsch!
  • Nazi!
  • Linksfaschist!
  • George Soros bezahlt dich!
  • Martin Schulz sorgt bei dir auch gleich für Gerechtigkeit!
  • Schweig! (Klassiker)
  • Das Social-media-Ding von Google is viel besser.
  • ahrmes teuschlant!
  • Auf Twitter hab ich 1351 Follower.
  • Jetzt beruhig dich mal, nimm die Finger von der Tastatur, lass dir ne schöne Badewanne ein, setz dir einen Kamillentee auf, buch ein Wochenende Wellness im Spreewald, geh mit deinem Hund um den Block, atme einfach einmal tief durch, leg dir Entspannungsmusik auf und dann fick dich, du Scheißidiot, mit deiner Scheißmeinung, deinem Scheißgesicht, deinen Scheißfreunden, du Haufen Scheiße, du Abschaum des Abschaums, du Absonderung der Absonderung der Absonderung drei Tage alter Gehsteigspeichelreste, du Königsekzem, Herrscher über alle eitrigen Ausbeulungen der Unterwelt, du Kohlrabiessensrest im faulig Gebiss eines 99-jährigen ehemaligen SS-Offiziers, du Ledersitz einer Mercedes-Limousine, auf den sich Sigmar Gabriel setzt, du…du…hach, ich geh in den Garten Erdbeerenpflücken.
  • Heute morgen habe ich meine Schuhe ganz allein zugebunden!
Leave a Comment

Als Emmanuel Macron eine Crème war

Also ich so – vor kurzem – gedankenversunken auf meinem Nagelbett lag und darüber nachdachte, in welches Erdloch ich mein erjagtes Wildschwein legen könne, um es dort langsam – so richtig slowfoodmäßig – zu garen, erschien mir Manuel Macron als eine Art virtuelle superspirituelle Gedankenmanifestation, wie das eben manchmal so im Alltag vorkommt. Er saß auf einem goldenen Thron und grinste wie ein sehr gepflegter und höflicher Schwiegersohn, was mich umgehend dazu veranlasste über einen gelungenen Scherz meinerseits nachzudenken, den ich einmal tätigte, als ich Maronenmus aß, das ich – mit ungeheurer humoristischer Hellsichtigkeit – in diesem Moment nicht als Crème de Marrons (was dem französischen Originaltitel entspricht), sondern als Crème de Macron bezeichnete und damit die feine Gesellschaft, die sich um mich versammelte (die aus mir und meiner Essecke bestand), zu einer ausgiebigen Lacherei veranlasste. Doch nicht genug! Schließlich fragte ich: „Warum ist denn Frankreich so von diesem Macron fasziniert, dass ein Nationalgericht nach ihm benannt wird bzw. warum ist denn Frankreich so von Marrons fasziniert, dass sogar der Präsident danach benannt wird? Haha. Es war wirklich – wie sagt der Durchschnittsheini? – hilarious. Es war sogar so witzig, dass ich diesen Vergleich zehn Mal hintereinander anstellen musste:

Crème de Macron, Emmanuel Marron, hihi
Crème de Macron, Emmanuel Marron, hihi
Crème de Macron, Emmanuel Marron, hihi
Crème de Macron, Emmanuel Marron, hihi
Crème de Macron, Emmanuel Marron, hihi
Crème de Macron, Emmanuel Marron, hihi
Crème de Macron, Emmanuel Marron, hihi
Crème de Macron, Emmanuel Marron, hihi
Crème de Macron, Emmanuel Marron, hihi
Crème de Macron, Emmanuel Marron, hihi

Wirklich, ein gelungener Abend oder Tag oder vielleicht war es auch nur ein Augenblick in diesem verrückten Universum an Bilderströmen, das sich „Leben“ nennt, dieser endlose Traum aus Redundanzen und unangenehmen Neuigkeiten, dieser langen, langen, langen Periode des immer wiederkehrenden Stumpfsinns, dieses medial viel zu sehr gehypte Ereignis völlig unzusammenhängender, belangloser Ereignisse, dieses Phänomen, das fast so geil rüberkommt wie Brokkoli. Werch. Obwohl nein, ich meine Kohlrabi. Werch, werch!

Jedenfalls plauderte Macron (oder Marron? hihi) von seinem Thron lässig zu mir herab und fragte mich, wie ich denn das Daftpunkmedley beim Trumpbesuch fand, worauf ich antwortete: „Ok, ganz witzig“, worauf er sich zufrieden zurücklehnte und weiter Hausdurchsuchungen nonstop, on the fly, adhocig, ohne richterlichen Beschluss nachdachte, was genau ja genau so unbedeutend ist wie die Sechstelnote im Daftpunk-Hit „Happy-Bappy“. Dann zauberte er einen französischen Vermögenden (erkennbar am Spitzbart und dem vergoldeten Barrett oder auch Béret) aus seiner Jackettasche, der sich in seinem Handballen gemütlich einmummelte und rief „vive la…n’a pas d’importance“ und „weg mit die Schdeuer!“, bis der heilige Marron schließlich hinab oder hinauf fuhr – das war nicht so wirklich ersichtlich – in ein besseres Leben, was man ja ohnehin nur als völlig überhyped bezeichnen kann. Ein Nachmittag wie jeder andere.

Leave a Comment

Drei wahllose Gedankengänge an einem Montagnachmittag

-1-

Eigentlich könnte ein Smartphone ein tolles Werkzeug sein. Also abgesehen von dem ganzen Social-Media-Geschmodder, das ja hauptsächlich gar nicht so social ist, da man die virtuelle Spiegelfläche an „Freunden“ dafür verwendet, sich genüsslich selbst zu bestaunen, im die Seele so schön kühlenden Feedbackregen unzähliger, nach oben zeigender Daumen: Wie schön man doch ist? War man schon immer so schön? So weltgewandt? So bedeutend? Eigentlich nicht. Abgesehen davon sind soziale Medien aber bspw. nicht schlecht um Urlaubsbilder an Muttern zuschicken und im Gegenzug dafür kitschige „Ich-hab-an-dich-gedacht-Videos“ zu erhalten. Und abgesehen davon könnte – wie erwähnt – ein Smartphone ein tolles Werkzeug sein, bspw. im Ausland zur Übersetzung. Da man aber technisch noch nicht, dafür aber in Sachen Turbokapitalismus sehr wohl fortgeschritten ist, kann man das Smartphone noch nicht an seinem Kehlkopf anlegen (oder es damit verschmelzen lassen, es bpsw. in eine praktische Aussparung – die man sich bei seinem Hausarzt hat anlegen lassen – hineinzuschieben oder ähnliches, was sicherlich in hoffentlich ein, zwei Jahren möglich sein wird), während dieses dann das eigene Gebrabbel in fremdsprachliches Gebrabbel übersetzt, stattdessen darf man aber Unsummen an Roaming-Gebühren bezahlen, wenn man einfach nur wissen will, was „Ich möchte ein hartes Ei“ auf bspw. französisch heißt.

-2-

Abgesehen davon ist es mir persönlich unverständlich, wie man sich freiwillig in ein 30-Grad-Sonnenschein-Staubecken menschlicher Ausdünstungen wie bspw. ein Schwimmbad begeben möchte, um sich dort zu „entspannen“. Auch Strände mit dem Geruch von Verwesung, hervorgerufen durch vollgeschissene Badehosen (da Menschen sich stets so sehr über den Sommer freuen, dass sie zu Beginn der Hautgrillsaison genüsslich einkoten), überkochende Achselsuppen und faulig-trockenen Mundgeruch, zähle ich ebenfalls zu dieser Kategorie sommerlicher Strapazen, die ich persönlich als – man muss es sagen – ganz schlimm empfinde. Da trifft man auf das schlechteste im Menschen, äffische Fratzen im Spiegel der Sinnlosigkeit der eigenen Existenz, Schwitzen, Schwitzen, Schwitzen, unsinniges Geschrei, gelebte Einsamkeit in der vermeintlichen Gemeinschaft, eben augenscheinlich werdende Entfremdung von der eigenen Gattung und – schlimmer geht es kaum – die Lust am Volleyballspielen. Dazu natürlich noch dieser verdammte, hirnverbrennende Sonnenschein, wodurch auch ich nicht anders kann, als äffisch mein durch den ganzen Körper pulsierendes Unbehagen wegzugrinsen. Schlimm, schlimm, schlimm.

-3-

Abgesehen davon ist es immer wieder eine interessante Überlegung, gerade wenn man überromantisiert durch naturelle Erfahrungen bspw. an einer Bergschlucht sitzt oder einen Sonnenuntergang beobachtet (der viel zu lange dauert, für den viel zu kurzen ästhetischen Effekt), ob es nicht sinnvoll wäre, sich ein Haus aus zwei oder sagen wir drei Brettern zusammenzuschustern und in der Natur von Käfern zu leben, um endlich total frei zu sein, wie dieser Typ aus diesem Film mit dem schlechten Eddie-Vedder-Soundtrack. Und dann ist es aber noch eine interessantere Überlegung, den mir persönlich noch unklaren aber in diese Richtung verweisenden Gedanken Hannah Arendts zu folgen, wonach sich der Mensch durch das gelebte Engagement im Gemeinwesen erst als Mensch realisiert, er dort seine Freiheit konkretisiert, weil er natürlich – an dieser Erkenntnis kommt man nicht vorbei – ein soziales Wesen ist und damit einen grundlegenden Teil seiner gewordenen Existenz zu leben im Stande sein könnte. Ja, das ist total interessant. Aber nach wenigen Minuten in diesen Überlegungen funktioniert dann doch das „homogenisierte Alltagsbewusstsein“ und beschäftigt sich mit der nächsten überflüssigen Bedürfnisbefriedigung, was nun wirklich gar nicht mehr interessant ist, sondern eher tragisch und so verleibt dann doch wohl erst alles dort, wo es ist, bis es irgendwann zu unerträglich wird – oder wie dieses uralte Gesetz aller Dinge auch immer lautet.

2 Comments

Über: Das Weltgeschehen I

Manchmal denke ich mir so, wenn ich aus dem Fenster in die majestätischen Schluchten der Rocky-Mountains blicke und an meinem Zigarrenstummel herumspeichele, dass ich eigentlich, tief drin, tiefer drin als bspw. ein Spreisel (man könnte auch Splitter dazu sagen), tiefer drin als manch jeder vaskuläre Dildo dieser Welt, tiefer drin als ein Stückchen Kartoffelgratinverbranntes in der Speiseröhre, dass ich mir so tief drin manchmal gerne einen khakifarbenen Anorak anziehen und Kinder anmotzen möchte. Nicht, dass es mir dabei allein um den Style ginge, diese lockere Mode der Selbstvergessenheit, des „unwichtig, was kommt, so wichtig wird das nicht mehr“, dieser Gewissheit, dass alles total egal ist, dieser altersmilde, gemütliche Zynismus, der sich auch gerne in Nicht- oder Protestwahlen äußert, dieses, dann doch wieder Generation-Y-typisch-modische: Alles ist relativ und von daher auch irgendwie relativ wurscht. Das ist natürlich nur ein Aspekt. Am wichtigsten erscheint es mir, Kinder anzumotzen, weil die immer so lustig reagieren und zwar gar nicht so oft mit – ist ja auch ein Klischee – Weinen, sondern mit ulkigen Grimassen und Morddrohungen oder sie werfen gleich mit ihren kleinen Wurfmessern, die sie stets in ihren kleinen Söckchen verstecken um sich oder sie trommeln ihre Armee von Ratten, die sie seit Jahrhunderten im urbanen Untergrund verwalten, um unliebsame Erwachsene loszuwerden wie bspw. Uwe Barschel, wie das Kinder eben so machen. Das – also das Kinder anmotzen – ist eigentlich der Premiumwunsch hinter meinem Modewunsch, es ist eine Premiumhandlung und ein Premiumgefühl, ganz toll. Ich persönlich finde Kinder mittlerweile übrigens viel menschlicher als vorher, auch wenn sie viele andere Menschen auf dem Gewissen haben. Nachdem ich vermehrt hinfalle, Dinge vergesse, überraschend häufig nuschele und auch immer öfter an einen durchgeführten Spontanmord denke, ist auf irgendeine Art und Weise eine Annäherung geschehen, eine neue Form der Empathie für diese – dem Anschein nach – vormenschlichen Existenzen (obwohl sie natürlich schon mittendrin sind im humanen Universum, schon vorgeburtlich von Kopf bis Fuß auf Mensch eingestellt sind).

Manchmal frage ich mich aber auch, wenn ich mit einem Schnuller gemütlich unter dem Heizkörper liege, warum man selbst im Zustand einer sehr leichten, popalligen, fast nicht ernstzunehmenden Erkältung umgehend in einen Zustand endloser innerer Verdunkelung und Verzweiflung verfallen und alles und jeden verachten muss, das oder der sich wagt, sich in der Peripherie aufzuhalten und das mit ganzem Herzen, mit einem unbekannten jedoch, das hinter dem eigentlichen sitzt und sich nur hervorwagt, wenn virale Prozesse das Immunsystem plagen, einem Herzen im Hinterzimmer des Herzens (Doppelherz zum Beistift, äh Bleispiel), einem verräterischen, das so lange wutschnaubend um sich pocht, bis das letzte bisschen Verstand und Vernunft aus der verschwitzten Wundbirne entwichen ist und alles, was vor dem Infekt sich noch als angenehm und launig herausstellte, nun in einer morastigen Lache der Stagnation vor dem inneren Auge restlos versinkt, wenn nicht sogar verschlungen wird? Man könnte auch Fragen: Warum fühle ich mich während eines Männerschnupfens (obwohl der Frauenschnupfen, entgegen böser Frauenzungen, mindestens genauso schlimm subjektiv verarbeitet wird) immer so blöd und wieso ist dann immer alles so blöde, wäh? Ja, das frage ich mich wirklich.

Zudem habe ich vor kurzem entdeckt, wie man wieder etwas mehr PÄPP!® in das eigene, von einem Kahlschlag des Alterns bedrohte, langsam – vom ideellen her – im Sande verlaufene, nicht nur auf sich selbst gemächlich überflüssig wirkende Leben bringen kann, und zwar: Das T-Shirt vom Vortag an einem Gammelsonntag noch einmal verkehrt herum anziehen. Das lädt nicht nur in einer kris-krossschen Manier zum „jumpen“ ein, alleine schon wegen der Referenz, sondern stellt auch eine wunderbar erheiternde Simulation des subjektiven Erlebens des eigenen Lebens in der eigenen fortschreitenden Raumzeit dar, nämlich, dass sich das Außenherum manchmal von einer irgendwie bekannten, aber doch leicht abweichenden Perspektive zeigt, während es aber genauso muffig bleibt wie zuvor. Das macht einfach Laune. Und außerdem sieht es sehr gut aus.

… (Fortsetzung folgt)

Und hier dat Audio:

Leave a Comment

Über: Friends Day und abgegrabbelte Hüte

Also ich glaube es gibt nichts schöneres als einen Friends Day auf Facebook. Abgesehen davon, dass es nichts schöneres als Friends und Facebook gibt. Und am allerschönsten sind Facebook Friends, denn diese sind so angenehm unpersönlich, dass sie einen nicht stören, im modernen Selbstdarstellungsselbstgefiste. Obwohl dieses moderne Selbstdarstellungsselbstgefiste schon irgendwie genial ist, in seiner komplizierten Einfachheit, denn man braucht überhaupt nicht mehr die Anerkennung des andren, um ordentlich im Monitorlicht zu masturbieren, es genügt schon die virtuelle Anerkennung, die man sich wunderbar selbst besorgen kann, indem man dem Blödsinn tatsächlich glaubt, den man über, von und um sich herum erfindet. Win-Win also in der Unterhose. Friends Day auf Facebook jedenfalls ist etwas ganz tolles und sicherlich wird jeder dieses einmalige Event kennen, denn es existieren nur noch zwei Menschen, die nicht auf Facebook zu finden sind: Meine Oma und Adolf Hitler (also zumindest nicht persönlich). Die beiden haben übrigens nichts miteinander zu tun. Falls jemand außer Oma und Hitler den Friends Day nicht kennen sollte: Es handelt sich dabei um ein vermeintlich feinsinniges, von wahrscheinlich glattgegelten Marketing Fuckfaces, liebevoll mit Klaviertönen zusammendefäziertes Bild-in-Bild-Geschiebe, der eigenen facebookschen – eigentlich belanglosen, aber durch viel audiovisuellen Schnickschnack aufpolierten – Vergangenheit, die wohl irgend so etwas wie Sentiment erzeugen soll. Und das gelingt sogar, eben so gut, wie Werbung das leisten kann, also in einer Mischung aus Selbstekel, Fremdekel, Weltekel, Existenzekel, Ekelekel, Superekel, Seehoferekel – ekelativ eben. Und dann wird das lustige Friends-Day-Video nicht nur ekelig, sondern verliert ein bisschen an seiner Unschuld, spätestens, wenn die Photos auftauchen, die gemeinsame Aktivitäten mit Freunden zeigen und noch eins und noch eins und noch eins, an Sandstränden, in hippen Szenebars, im Schlafzimmer unter einer weißen Decke vergraben (mit Schatzi) – im Hintergrund trapst das Klavier rührselig vor sich hin – und in dreckigen Bahnhofstoiletten (mit dem Mann/der Frau fürs Grobe). Dann wird das schon ungefähr so gruselig, als wenn der Lieblingssalker mal wieder ein vermeintlich feinsinniges, liebevoll mit Klaviertönen zusammendefäziertes Bild-in-Bild-Geschiebe auf DVD unter der doch eigentlich dreifach verschlossenen Haustüre hindurch schiebt und sein hämisches Lachen minutenlang in den dunklen Gassen der Nachbarschaft zu hören ist, widerhallend in der Furcht vor der baldigen, ganz persönlichen (nicht nur virtuellen) Auslöschung. Ja, ungefähr so muss sich das anfühlen. Und es will einfach nicht in irgendein Weltbild passen, warum man personale Stalker kollektiv mit wie auch immer berechtigter Verachtung straft, während man virtuelle Stalker ins eigene Schlafzimmer, bzw die eigene Bahnhofsklokabine gucken lässt.

Aber das ist ja auch wieder ein alter Hut, abgebrabbelt, überflüssig und reif für die Müllkippe, was mich unweigerlich an Karneval erinnert, bzw. an Menschen, die an Karnevalssitzungen teilnehmen, abgebrabbelt, überflüssig und fällig für die Müllkippe und an die derzeitige Penetration auf jedem Sendeplatz. Ja, es ist wieder so weit, der Bürger ist ganz närrisch, denn er setzt sich eine Perücke auf und tut so, als würde er nicht täglich an seiner eigenen Borniertheit und gemütlichen Xenophobie ersticken, die sich wie eine schleimige, schwarze Moräne seine Kehle hinauffrisst, bis das verkniffene Gehorsamkeitslächeln sich ein für allemal in eine von guter Laune im unlaunigen Gesicht nicht zu unterscheidenden Totenstarre verliert. Und so klatscht er drei Stunden lang apathisch in die Hände, bis diese zu bluten beginnen, und er nicht mehr aufhören kann, bis er von seiner Schuld erlöst worden ist, ein verzichtbares Individuum zu sein. Klingt hart? So ist Karneval nun mal. Wobei der diesjährige Karneval dann doch wieder einen modernen Touch hat, denn nun hat man sich auch auf solchen Veranstaltungen auf den neuen deutschen Konsens geeinigt (und das mit kleinbürgerlicher Wohlstandspose in Gestalt von Wohlstandsspeckwesen Bernd Stelter), klipp und klar zu sagen, dass jeder willkommen ist, bis auf diejenigen, die sich daneben benehmen, denn die – ja wie genial und einfach, einfachgenial ist das denn? – können dann auch gerne wieder nach Hause gehen, gerade, wenn sie kein „freundsche Jesischt“ machen. Meine Güte, dat is Intellijenz. Wat für ein Jlück, datt et sowat jibt.

Abgesehen davon ist es, sich über Karneval aufzuregen und über das verklemmte Deutschsein, auch ein alter Hut, richtig grabbelig, und irgendwie auch überflüssig, denn egal wie oft man sich darüber beschwert und wie viele Leute es einem gleich tun mögen, beides verschwindet einfach nicht, sondern metastasiert fröhlich vor sich hin. Zumindest ist der Patient bald tot, denn: Die Flüchtlinge kommen immer noch! Und jetzt gehen auch noch – mag man der aus Lügen gepressten Süddeutschen glauben – Russlanddeutsche auf die Barrikaden und sind ganz stolz – zumindest wohl die Ingolstädter – auf ihren Heiland Seehofer und dabei vergessen sie nicht nur die eigene Geschichte der Ausgrenzung, die ja wohl immer noch Bestand hat – immerhin lässt sich kein guter Bürger eine Lästerei über das „verdammte Russenpack“ (egal ob mit deutschen Wurzeln oder nicht) entgehen – sondern steigen ebenfalls, ohne mit einem einzelnen Gedanken zu zucken, auf den Kultur-determiniert-Verhalten-Zug auf und antworten auf die Konfrontation mit den Schwierigkeiten der eigenen Integration mit den wahrscheinlich o-tönigen, aber sicher ähnlichtönigen Worten: „Das ist mir im Moment wurscht“ und zudem möge man nur wieder ohne Angst auf die Straße gehen. Wie sich diese Phrase „ohne Angst auf die Straße gehen“ überhaupt dermaßen etablieren konnte, bleibt schleierhaft, kann wahrscheinlich nur mit kognitiver Minderbegabung (die übrigens, so unsere einhellige gesellschaftliche Meinung, biologisch bedingt und unabänderbar ist) oder Hysterie erklärt werden – in beiden Fällen – wie es sich im ordentlichen Deutschland gehört – wäre dies ein Fall fürs Heim oder die Anstalt und da braucht man nun wirklich gar keine Angst zu haben, dass man von einem Flüchtling überfallen wird und überhaupt, wieso bleiben diese achsoverängstigten Menschen denn nicht endlich der Straße fern, die ihnen solche Angst macht, dann könnte man sie vielleicht auch mal ernstnehmen, aber nein, da wird protestieren und demonstrieren gegangen, statt sich in der Speisekammer zusammenzukauern und einzukoten, wie es sich für jemanden gehört, der sich von einer gewaltigen Angst bedroht fühlt. Kein Wunder, dass die Politik nichts unternimmt, kommt halt Schizo rüber.

Abgesehen davon ist es eine Frechheit zu behaupten – wie es manche Kommunikationswissenschaftler tun – Kommunikation müsse Mehrwert schaffen. Was muss denn – verdammter Odin da oben in deiner Unterbuxe – noch alles Mehrwert schaffen, himmelkreuzundarschzefix? Reicht es denn nicht langsam mal mit dem ständigen Mehrwert? Kann denn nicht zumindest Kommunikation – das schmierige Bindemittel menschlicher Existenz – zu etwas fähig sein, was in einer Gesellschaft der ständigen Vermehrwertung so anflehend und arschbeißend fehlt: Herstellung von Verständigung? Oder so etwas wie Empathie? Oder einfach mal eine Pause vom Mehrwert (am besten mit einer Milchschnitte in der Hand)? Könnte man Kommunikation denn nicht vielleicht mal dafür nutzbar machen, den Mythos der ständigen Mehrwerterhöhung zu hinterfragen, statt sich diesem räudig zu unterwerfen, damit in dem ganzen Gerede gar nie nie nie wieder etwas gesagt werden wird? Oder wie wärs mit Schweigen? Ginge das?

Naja, fast.

Bleibt abschließend nur zu zitieren:

“Mario, what do you get when you cross an insomniac, an unwilling agnostic and a dyslexic?“

„I give.“

„You get someone who stays up all night torturing himself mentally over the question of whether or not there’s a dog.”

― David Foster Wallace, Infinite Jest

Leave a Comment

Über: Gewinnspiele

Gewinnspiele, Gewinnspiele, dieses Wort, dieser Ausdruck! Gewinnspiele! Das ist mir aufgefallen, vor Tagen, als ich in der Zeitung blätterte und mein Augenmerk dann auf eine Chipstüte fiel, auf der Stand: Nehmen Sie teil, an unserem Gewinnspiel! Und gewinnen Sie eine Cambridge Satchel. Da ist es mir aufgefallen, zum ersten Mal in meinem Leben, das Gewinnspiel und ich fragte mich, was denn die Motivation sein könnte, an einem Gewinnspiel teilzunehmen und natürlich erhielt ich keine Antwort, aber ich dachte so: Also eigentlich ist ja der Gewinn das Ziel, der Antrieb dahinter. Aber der ist ja keineswegs sicher, der ist ja vielmehr unwahrscheinlich, der ist ja nun wirklich kaum zu kriegen. 1:10000? 1:100000? 1: 1000000? Das ist doch gering. Für mich persönlich lohnt sich da der Aufwand nicht, ein Briefchen zu schreiben und persönliche Daten an ein Unternehmen zu übermitteln. Ich meine das kostet garantiert eine Stunde wertvoller Quality Time, die man auch mit dem Färben von Katzenschnurrhaaren oder dem Starren auf Flussströmungen verbringen könnte. Warum macht man das also, warum nimmt man sich Zeit und Hoffnung, statt einfach in ein fließendes Gewässer zu starren?

Vielleicht denkt man sich ja: Hey, ich habe vor 5 Jahren bei der Tombola in Witzlasreuth gewonnen, wieso sollte ich denn jetzt nicht dieses Gewinnspiel hier gewinnen? Schließlich erhöht sich die Wahrscheinlichkeit eines Gewinns, wenn man irgendwann schon einmal irgendetwas gewonnen hat. Oder denkt man sich: Ich bin ja prinzipiell ein Gewinner, wieso also nicht auch bei einem Gewinnspiel gewinnen? Gewinnen liegt mir im Blut – zumindest behauptet das Omi – und deshalb wird auch dieser Gewinn, der meine sein! Oder man denkt sich: Ich brauche diesen Füllfederhalter so dringend, das Schicksal wird mir schon beistehen? Oder: Oder Gott wird mir schon beistehen!? Oder man denkt sich vielleicht: Naja, da muss ich ja eigentlich nichts aufwenden, außer ein Briefchen zu schicken und meine persönlichen Daten an ein Unternehmen zu übermitteln und im besten Fall, bekomm ich einen wunderschönen Füllfederhalter oder eine Cambridge Satchel, das ist doch toll, oder? Das ist doch minimaler Aufwand und maximaler Gewinn! Es ist ja nicht so, dass ich die Zeit zum Färben von Schnurrhaaren oder zum Glotzen in Flüsse brauchen würde. Und überhaupt: So wirtschaften doch auch die Großen, also mit diesem Mini-Maxi-Mal-Prinzip, hab ich irgendwo mal gelesen. Oder natürlich man denkt sich: Oah, Gewinnspiele sind so aufregend, ich muss gar nichts gewinnen, schon die Teilnahme vergnügt mich so sehr, dass ich mir sofort einfach einen Füllfederhalter kaufen gehe, aber trotzdem mitspiele. Dann hab ich den Preis und das belebende, riskante Gefühl an einem Glücksspiel teilzunehmen. Freude! Oder man denkt sich auch einfach nur: BOOOOOAAAAAHHHHH, GEWINNSPIELE!

Wenn man so überlegt, scheint man sich ja eine ganze Menge dabei zu denken, bei diesen Gewinnspielen und vielleicht sind sie deshalb so beliebt: Weil Sie den Menschen gedanklich herausfordern, ihn zwingen, sich selbst und seine Motivation zu hinterfragen. Was ist schon ein Mensch, der sich noch nie Gedanken über ein Gewinnspiel gemacht hat? Ein halber wahrscheinlich, ein viertel Mensch vielleicht nur, ein schmieriger Abstrich eines Menschen, eine halbfertige Karikatur, ein geistloser Wilder! Da unterscheidet sich auch der Gewinnspieler vom Konsumenten, der schlingt und schlingt und schlingt, ohne zu kauen, ein Gierschlund, ein Schlundmensch, ein Fresser, ein Schlinger, aber sicher kein Gewinnspieler, denn dieser steigt aus dem ewigen Kreislauf des Kaufens aus und möchte lieber etwas umsonst haben. Das ist Rebellion! Wenn man so will, kann ein Mensch erst zum Menschen werden, wenn er an einem Gewinnspiel teilgenommen hat, oder sich zumindest fragt, ob er teilnehmen sollte. Wenn man so will, ist diese Frage die Feuerprobe der Menschheit, die Geburt des kritischen Verstandes. Wenn man so will, dann muss der Mensch sich an dieser Frage probieren, er muss sich reiben und dann – natürlich! – gewinnspielen! Wenn man so will. Also wirklich nur, wenn man will.

Ich würde aber dennoch wohl nicht an einem Gewinnspiel teilnehmen. Wegen meiner vielen interessanten Hobbys natürlich und des karikativen Menschseins, das ich praktiziere. Außer vielleicht an einem Gewinnspiel, bei dem eine Person, die sich für gewöhnlich Gewinnspiele ausdenkt, in einen Raum eingesperrt wird und diesen Raum nicht verlassen könnte, außer sie säge sich den eigenen Fuß ab und als Gewinnspieler müsste ich dann sozusagen meine persönlichen Daten an das Unternehmen übermitteln und dürfte dann dabei zusehen, wie sich diese Person, die sich Gewinnspiele für gewöhnlich ausdenkt, den eigenen Fuß absägte und damit ihre Freiheit gewänne. Das wäre zwar doch kein Gewinnspiel, aber da würde ich sicher mitmachen. Denn davon könnte man sicher beim nächsten Kaffeekränzchen erzählen und vielleicht macht das sogar Mode und allerlei unsympathische Menschen müssten sich Füße absägen, um aus verschlossenen Räumen zu gelangen und die Welt wäre sicher eine bessere, obwohl diese Lösung irgendwie hinkt. Darüber würde ich mich freuen. Zur Not tuts allerdings auch eine Cambridge Satchel. Tolles Teil. Also wirklich.

Leave a Comment

An die Stadtverwaltung

Also bitte! Viel zu große oder wahlweise auch zu breite Angestellte in viel zu kleine und damit auch zu enge Kehrmaschinen* zu zwängen – gehts noch? Der Gag ist doch uralt! Den hat ja Bud Spencer in den achtzigern schon geklaut! Wenn das ihre Vorstellung von moderner Unterhaltung sein soll, na dann können Sie auch gleich Gags für Michael Herbig schreiben. So eine Niveaulosigkeit, unglaublich!

Ein Wutbürger

*Orangefarbenes Bauhof-Fahrzeug mit wirbelnden Besen an der Frontseite. Breite: 45cm.

Leave a Comment

Stimmen zu Julia Engelmann

Miley Cyrus: Ich frage mich, wieso eine Generation, die den Imperativ beruflich alles tun und können zu müssen anscheinend klaglos angenommen hat, denn nun auch noch im Privatleben alles tun und können will? Kapier ich nicht! Lalala, Wreckingball…

Josef Wagner: Hallo Julia Engelmann, du bist jung und schön und stark, das Sprachrohr einer Generation. Mut ist nur das Anagramm von Glück schreibst du. Und damit schreibst du Mut direkt in unsere Herzen hinein. Unser Land braucht mehr mutige, stolze, junge, deutsche Mädchen wie dich, mit deiner Alabasterhaut, in die ich meine altersgilben Zähne gerne…lechz…fasel…fasel…lechz.

Helmut Schmidt:
Mädel, quatsch nich, mach! *Paff*

John Keating: Carpe was? YOLO, Alter! YOLO!

Karl Marx: YOLO, das ist Leben, das ist Ausleben, das ist Erleben, das ist über den Verhältnissen leben, in denen der Mensch ein erniedrigtes, ein geknechtetes, ein verlassenes, ein verächtliches Wesen ist.

Marcel Reich-Ranicki:
Das ist nicht Goethe! Pfui Deibel! Und wie sich das hier unten dreht, schrecklich!

Franz Kafka: Auch ist das nicht vielleicht YOLO, wenn ich sage, dass ich den Tag nutzen möchte. YOLO heißt, dass mir dieser Wunsch ein Messer ist, mit dem ich in mir wühle.

Theodor W. Adorno: YOLO? Falsches Leben im Falschen…würd ich sagen.

Alter Indianer:
Erst wenn der letzte Baum gerodet, der letzte Fluss vergiftet, der letzte Fisch gefangen ist, werdet ihr merken, dass..ach, fuck…YOLO!!!!!

Eine junge, blonde, hübsche Frau: Hallo, ich bin Studentin. Oohhhh. Psychologie. Ah, ja gut. Und ich habe ein Gedicht geschrieben, das sich glücklicherweise nicht reimt, da es sich auch nicht reimen muss! Sonst muss aber alles, denke ich, auch ich! Aber das ein Andermal. Achtung!

Ich bin jung, ich bin blond, ich bin hübsch
Ich bin sympathisch und habe Talent
Ich weiß wahrscheinlich um eine gute Pose
Ich kenne Wörter und natürlich Pathos
Ich möchte etwas sagen und tue es auch
Ich fühle mich beengt und frei zugleich
Ich fühle Etwas, das ich sagen muss und zwar:
Ich möchte…Ich…möchte…Ich möchte…
auf Dächer steigen, die höher sind als Hochhausdächer,
höher als die in Berlin oder Frankfurt,
von da oben möchte ich die Sonne sehen
ganz nah, ganz groß, ganz warm.
Und wenn Konfetti rieselt, auf der Fete,
die mir beweisen soll, dass ich doch Mensch bin,
dann werd ich ganz still, weil mein Herz schlägt, ganz laut.
Und dann eben Sinn kommt, der sonst nicht da ist.

Wieso nicht einfach mal leben?
So richtig, so vage richtig?
Ich möchte…Ich möchte…Ich möchte…
frei sein, indem ich Zwang mit Zwang ersetze.
Zwang zu leben!
Zwang zu mehr!
Doch schon bald wird mein Begehren kalt, weil die Bilder
in den Broschüren bunter waren – wie immer
und auch wenn man sie ins Feuer wirft
so richtig warm wirds nicht.

Macht der Mensch sich überflüssig?
Hört!!! Man lebt nur einmal!
Man lebt nur einmal!
Lebt nur einmal!
In einer Gesellschaft, die Angst hat, sich selbst zu überholen.
Dort wo Stillstand
vielleicht die letzte Chance ist
gehört zu werden.
Hört doch!!! Man lebt nur einmal!
Man lebt nur einmal!
Lebt nur einmal!
Steht endlich still! Man lebt nur einmal!

Columbo: Also eine Frage hätte ich da noch…muss ich wirklich?

Leave a Comment

Promiskuität

Betrachte meine Schenkel
Sie sind ganz klamm und kräftig
Lust auf ein wenig Geplänkel?
schnell und saftig heftig?
Schick mir deine Vorhut,
ich lasse sie herein
du bist heut der erste,
der erste von zweien.

Vergnüglich mach ichs dir
mit meinem Gartenschlauch
ich gieße da, ich gieße hier
die Primeln gieß ich auch.
Bist interessiert an Besamung?
Ich: Der Gärtner der Wahl,
alle Beete erbeten
meinen Gartenkrallenstahl

Klamme Schenkel gibt es viele
von der Masse her
sie lecken sich in Dielen
lassziv, im Atmen schwer
sie lutschen an Stilettos
sie beißen in Gewebe
sie arbeiten mit Dildos
teilweise in der Schwebe

Bsp.: swing set of love
Bsp.: swing set of love

Auch Bengel gibt es viele
die rammeln wie die Tiger
mit der Potenz der Jugend
dröhnend, wie die Düsenflieger
in die Hitze geiler Betten
fallen Bomben, nichts zu retten.
Tag für Tag und Stich für Stich
doch fragt man sich:
Vermissen sie denn nicht den Lohn?
den Eheleute stets erhalten
also das hübsche Sümmchen Hohn
zusätzlich zu den Falten
das man so gern in Ehen teilt
Diese süße, quälend schöne
psychische Gewalt?

Fehlt das dem Bumsprotz und
der Prötzin nicht auf Dauer?
Man weiß es nicht und kann nur raten
werdet endlich schlauer!

1 Comment