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Schlagwort: Verrohung

Die Verrohung der Gesellschaft

Heutzutage behaupten ja viele (unter anderem auch Heiko Maas), dass eine zunehmende Verrohung der Gesellschaft stattfinde, deutlich sichtbar etwa an schludrig durchgehetzten Hasskommentaren auf Facebook, Instabinsta, Twiddi und Doddel oder an anderen Erregungsbotschaften, geschlonzt in andere virtuelle Tagebücher, nach dem Motto: Das kommt mir nicht zupass, also kriegste Hass (du Bitch!).  Auffällig sei dabei eine umfassende Impulskontrollschwäche, wodurch selbst die kleinste Nichtigkeit das Potential habe, ein kinskieskes Hassfeuerwerk zu entfachen, das dann jedoch selten in kinskiesk genialer Eloquenz abgefeuert werde, sondern in Form als auch Inhalt eher bildliche Assoziationen an halbverdaute Breispeisen hervorrufe, die unter höchster Anstrengung die Speiseröhre hinaufgewürgt werden. Schade.

Erst wollte ich – Gutmensch, der ich bin – nicht so richtig an diese immense Hasserei heutzutage glauben und dachte mir eher (vor allem als es Heiko Maas formulierte): Ach komm, ach, ach geh! Bis ich diese Verrohung am eigenen Leib erfahren musste. Nämlich: die letzten vier Male, als ich mit meinem PKW großzügiger und vorausschauender Weise an sogenannten Fahrbahnverengungen (und anderen Engstellen) den Weg für den sogenannten Gegenverkehr frei gemacht, mich also devot an den Fahrbahnrand gekauert und dabei fast meinen massigen Fahrzeugunterboden (und den andern natürlich auch) aufgeschrammelt hatte und auf die obligatorische Gegenleistung wartete (einen halbnett gemeinten Kurzgruß mit der flachen Hand 1), jedoch nichts anderes erhielt als kaltes, kotzbackiges, mich komplett ignorierendes Vorbeiglotzen. Da wusste ich, mit der Zivilisiertheit dieser Gesellschaft ist es vorbei, wenn solche auf halblinks aufgeblasenen Fredchenfressen; abgelutschten, in Hundekot gespuckten Salbeibonbons; vor Ekelhaftigkeit aus allen Löchern defäzierenden Fäkalapparate; bis oben hin vollgeschissenen Regentonnen; latent rechtsradikalen, durchschnittsdeutschen, vollgewichsten Gummihühner; VW-fahrenden, analdildobepfropften Dieselgateverlierer; potentiellen Alice-Weidel-Begatterinnen (nein schlimmer noch: -liebhaberinnen); eigentlich nach Eichsfeld zu entsorgenden Müllkübelgesichter; Radio-Sachsen-Anahlt-Hörer, solche dehumanisierten, von der Evolution ausgerotzten, Zellhaufen auf den Straßen unterwegs sind! Armes Deutschland. Nichts als Hass, wohin man sieht!

  1. Anm. d. Verf. kein Hitlergruß!
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